Autor Thema: Großer Ausverkauf - Wunderland Plech vor dem Aus?  (Gelesen 1819 mal)

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Offline Zauberlehrling

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Großer Ausverkauf - Wunderland Plech vor dem Aus?
« am: 21. Januar 2014, 13:10:58 »
Zitat
PLECH. Auf Ebay-Kleinanzeigen kann man alles Mögliche suchen und finden. Wer hier nach dem Ortsnamen Plech sucht wird auch fündig. Und fast sieht es so aus, als ob beim Fränkischen Wunderland in Plech ein Ausverkauf stattfindet.
Auf zwei Seiten werden im Internet vom Freizeitpark Werkzeuge wie Drehmaschine, Hochdruckreiniger, Hobelmaschine, Aufsitzmäher und Lagercontainer angeboten – um nur einiges zu nennen. Auch Maschinen für die Gastronomie (Kühlgerät, Geschirrspüler oder Kaffeeautomat) können erworben werden.
Damit aber noch nicht genug: Selbst Tiere, die hier jahrelang ihren Dienst verrichtet haben, sind dort abgelichtet: Kutschpferde, Ponys und ein Esel stehen zum Verkauf. Und Ziegen werden sogar verschenkt – Dienst getan.
Die Frage, ob ein Freizeitpark ohne benötigte Ausrüstung oder zumindest einen Streichelzoo existieren kann, steht im Raum – der Besitzer des Fränkischen Wunderlandes, Ernst Schuster, erklärt auf Anfrage der Redaktion: „Hier geht es Umstrukturierungsmaßnahmen.“
Keine weitere Auskunft

Was diese Umstrukturierungsmaßnahmen sind  und wie sie aussehen sollen, dazu gibt der Betreiber allerdings keine Auskunft. „Wenn es Informationen geben sollte, die die Öffentlichkeit interessieren müssten, dann werden wir die auch zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben“, so Schuster kurz.
Die Information, dass das Fränkische Wunderland Sachen und Lebewesen zum Verkauf oder gar zum Verschenken anbietet, ist dem Plecher Bürgermeister Karlheinz Escher auch bekannt: „Ich hab das schon gehört“, sagt er. „Wir haben zwar demnächst ein Gespräch, aber darum geht es, soweit ich jetzt weiß, nicht um eine Schließung“, so Escher weiter. Hier solle es um ein anderes Thema gehen. Und zwar darum, dass bereits mehrere Besucher des Fränkischen Wunderlandes an die Gemeinde oder auch an das Landratsamt herangetreten sind und sich über den Zustand des Freizeitparks beschwert haben.
Während früher der Park ein Plecher Aushängeschild war, hat sich das inzwischen geändert. In diversen Internetforen, in denen Urlauber ihre Erfahrungen mit Hotels oder Freizeiteinrichtungen abgeben können, schnitt das Fränkische Wunderland in letzter Zeit nicht mehr besonders gut ab. Von geschlossenen Fahrgeschäften ist die Rede, genauso  von kaputten Maschinen, von denen kleine Kinder eigentlich Märchen erzählt bekommen sollen. „Wir wissen schon, dass es im Moment dort von der Substanz ziemlich bröckelt. Und die Bedeutung, die der Park früher für den Tourismus hatte, die hat er schon länger nicht mehr“, weiß Escher selber von dem Betrieb direkt vor seiner Rathaushaustür zu erzählen. Er erklärt weiter, dass jeder Besitzer für seinen Park selber verantwortlich sei.
100-jähriger Erbpachtvertrag

Ein kleines Problem gibt es allerdings trotzdem: Ein Teil des Freizeitparks, nämlich der, in dem der Märchenwald untergebracht ist, wurde über einen 100-jährigen Erbpachtvertrag von der Gemeinde Plech gemietet – alles andere gehört dem Betreiber. „Sollte es tatsächlich irgendwann zu einer Schließung kommen, dann wäre der Pächter dafür verantwortlich, das Gebiet in den Ursprungszustand zurückzuversetzen. Über den Vertrag müssten wir uns dann einfach unterhalten“, so der Plecher Bürgermeister.
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